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Betriebsversicherungen: Unabhängiger Tarifcheck für Ingenieurbüros

Ob im Anlagebau, Elektro- oder Bauwesen – das Einsatzgebiet eines Ingenieurs ist breit gefächert und sein Haftungsrisiko enorm. Doch wie lässt sich ein Ingenieurbüro betrieblich sinnvoll absichern? Welche Prämien sind angemessen und sind darin auch wesentliche Risiken abgedeckt? Unser Finanzexperte Benjamin Papo erklärt, worauf es ankommt und macht einen unabhängigen Tarifcheck für einen Ingenieurbetrieb.

Was beinhaltet eine Berufshaftpflichtversicherung für Ingenieure?

Eines ist sicher: Bei Architekten und Ingenieuren schauen Versicherer genauer hin. Schließlich sind hier deutlich mehr Fehlerquellen zu bedenken als in anderen Berufsgruppen. So plant und berät, beispielsweise ein Bauingenieur nicht nur, sondern koordiniert und überbewacht auch sein Projekt bis zur tatsächlichen Ausführung seines Entwurfes. Ein besonderer Knackpunkt dabei sind Spätschäden, die eine Nachhaftung bei mangelhafter Ingenieurleistung bis zu 30 Jahren nach Projektende bedeuten können.

Zwei Schadensfälle aus der Praxis

Beispiel 1: Für einen neuen Bürokomplex wird eine Tiefgarage von einem Bauingenieur konstruiert. Die Höhe der Einfahrt wird dabei fehlerhaft berechnet und macht eine Durchfahrt für gewisse Fahrzeugklassen unmöglich. Bestehende Arbeiten werden umgehend angehalten und müssen entsprechend neu geplant und umgesetzt werden. Für die Folgeschäden aufgrund des Ingenieurfehlers kommt die Berufshaftpflicht
auf.

Beispiel 2: Der Bauherr einer Eishalle engagiert einen Ingenieur, die Pläne für dessen Konstruktion vor dem offiziellen Baustart fachmännisch zu prüfen. Erst Jahre später kommt es zum Dacheinsturz, weil extreme Wetterbedingungen wie Hagel oder starker Schneefall bei der Statik nicht berücksichtigt wurden. Einige Zuschauer werden dabei verletzt und fordern Schadenersatz und Schmerzensgeld, die von der Berufshaftpflichtversicherung übernommen werden.

Anhand dieser zwei Fallbeispiele soll deutlich werden, dass der Versicherungsumfang einer Berufshaftpflichtversicherung für Ingenieure im Idealfall mehrere Deckungsinhalte miteinander kombiniert: Damit sind Objekt, Personen-, Sach- und Vermögensschäden, sowie der passive Rechtsschutz abgedeckt, um unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Welche Versicherungssummen gelten für Ingenieure?

Freiberufliche Ingenieure in Bayern müssen laut Ingenieurkammer gewisse Mindestversicherungssummen bei ihrer Berufshaftpflichtversicherungen erfüllen. Mindestens 500.000 Euro für Sach- und Vermögensschäden und 1,5 Millionen für Personenschäden. Dabei sollte die Selbstbeteiligung maximal 15.000 Euro beziffern (Quelle: www.bayika.de). Gute Versicherer wissen um diese Vorgaben und berechnen ihre Deckungssummen entsprechend realistisch.

Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung für Bauingenieure?

Die Kostenfrage zur Berechnung der Prämienhöhe hängt maßgeblich von Kennziffern wie Betriebsgröße und Umsatzzahlen ab. Aber auch die Frage, wie riskant das Einsatzgebiet des Ingenieurs tatsächlich ist, stellen sich Versicherer zur realistischen Einschätzung von Deckungssummen. Anhand eines beispielhaften Ingenieurbüros sollen folgende Kennzahlen für einen unabhängigen Tarifcheck zu Grunde gelegt werden.

Eckdaten eines Bauingenieurs
Gründungsjahr: 2020
Rechtsform: Einzelunternehmen
Jahreshonorar: 100.000 Euro
Fremdhonorar: 50 Prozent

Laut Tarifmonitor von Finanzchef24 lassen sich daraus Prämienhöhen von 1.890 Euro bis 4.500 Euro für eine jährliche Absicherung in Form einer Berufshaftpflichtversicherung für Ingenieure errechnen. Grundsätzlich gilt, je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger fällt die Jahresprämie aus.

Somit setzt der Versicherer mit dem niedrigsten Tarif einen SB-Anteil von 10.000 Euro voraus, während der höchste Versicherungstarif nur eine Selbstbeteiligung in Höhe von 2.500 Euro fordert. Wer dagegen im Mittelfeld spielen möchte, wählt eine Jahresprämie von 2.200 Euro mit einer Selbstbeteiligung von 5.000 Euro. Die Personenschäden sind bei allen drei Versicherern mit 3 Millionen Euro abgesichert. Nur die Höhe der Sachschäden variiert von 500.000 Euro bis 2 Millionen Euro.

Weitere kleinere Stellschrauben zur Prämienanpassung sind die Vertragslaufzeit und Zahlweise. Gut beraten ist, wer nach jeder gewerblichen Veränderung einen Blick in seine Versicherungsunterlagen wirft. Heutzutage ist die Mitarbeiterfluktuation hoch und die Jahresumsätze bei Selbständigen können stark variieren zugunsten von niedrigeren Tarifeinstufungen ihres Versicherers.

Eine kostenlose Expertenberatung ist per Telefon unter 0800 24 24 789 oder per Email an service@finanzchef24.de möglich. Mehr als 40 Versicherer im direkten Vergleich sind unter folgender Internetadresse zu finden www.finanzchef24.de/versicherung/ingenieur


Über den Autor:
Benjamin Papo, Jahrgang 1977, ist seit 2017 als Geschäftsführer bei der Finanzchef24 GmbH in München tätig. Zuvor war er Vorstand für das Privatkundengeschäft bei der Interhyp AG, nach eigenen Angaben Marktführer für private Baufinanzierung in Deutschland.

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