HafenCity Universität Hamburg erhält ein neues Vermessungsboot

Ob Elbe oder Nordsee – die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren. Am Dienstag, den 28. Mai wurde das Boot auf den Namen DVocean getauft.

Als Taufpatin für die feierliche Bootstaufe konnte Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), gewonnen werden. In Anwesenheit weiterer geladener Gäste, feierten die HCU-Hydrographinnen und Hydrographen anschließend auf dem Vorplatz der Universität ihr neues Forschungsschiff.

Dr. Karin Kammann-Klippstein, Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Hydrographische Ausbildung und Forschung brauchen eine Messplattform, um Wissen nicht nur theoretisch zu vermitteln. Sie brauchen Messgeräte, Sensoren und Software. Mit dem acht Meter langen und 2,65 Meter breiten Vermessungsboot steht der HCU nun eine moderne Messplattform zur Verfügung, die mit Geräten ausgestattet ist, die dem letzten Stand der Technik entsprechen.“

Prof. Dr.-Ing. Walter Pelka, Präsident der HCU Hamburg: „Das Lehr- und Forschungsgebiet Hydrographie ist ein wichtiger Baustein im maritimen Cluster Hamburgs. Mit dem Vermessungsboot eröffnen sich unseren Hydrographinnen und Hydrographen neue Möglichkeiten für spannende Forschungs- und Lehrprojekte und vielfältige Kooperationen in und um die norddeutschen Gewässer.“

Ob Elbe oder Nordsee - die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren.
Ob Elbe oder Nordsee – die Hydrographinnen und Hydrographen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) können mit ihrem neuen Vermessungsboot künftig vielfältige Forschungsprojekte realisieren. Bildquelle: HCU Hamburg

Das trotz seiner Größe trailerbare Vermessungsboot der HCU Hamburg kann in Binnengewässern und in küstennahen Regionen eingesetzt werden. Neben praktischen Übungen für Studierende wird es hauptsächlich für Forschungszwecke eingesetzt. Aufgrund seines geringen Tiefgangs sind auch flache Gewässer erreichbar. Anwendungsfelder liegen im Bereich der Erkundung und Überwachung von Wasserwegen und deren bebauten Ufern, der Erzeugung von 3D-Oberflächenmodellen, beruhend auf präzisen Echolotdaten kombiniert mit schiffsbasierten Laserscanner-Messungen. Des Weiteren können neue Ansätze zur Positionsbestimmung und von Bodenstrukturanalysen zur Bestimmung der Stabilität von Gebäuden und Unterwasserkonstruktionen untersucht werden.

Prof. Dr. Harald Sternberg, Professur für Hydrographie und Geodäsie, Vizepräsident Lehre und Studium: „Seit mehr als dreißig Jahren ist die Hydrographie bereits als Forschungs- und Lehrschwerpunkt in Hamburg angesiedelt, mit dem neuen Vermessungsboot können wir den Hydrographie-Schwerpunkt in der Geodäsie und Geoinformatik weiter ausbauen und werden auf internationaler Ebene noch attraktiver.“

Seit 2009 ist die Hydrographie-Ausbildung eine Spezialisierung im zweijährigen Master of Science Geodäsie und Geoinformatik, 46 Studierende aus 15 Ländern studieren diesen Schwerpunkt aktuell an der HCU Hamburg. Dreiviertel der Studierenden des englischsprachigen Studienprogramms kommen aus dem Ausland. Die Universität ist eine von weltweit nur sieben Institutionen, die vom „International Board of Standards of Competence for Hydrographic Surveyors and Nautical Cartographers“ die höchste Stufe der Zertifizierung (A) für ihr Master-Studienprogramm erhalten hat.

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