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Drei Wege, die Komplexität in der Cloud zu reduzieren

Cloud-Technologien eröffnen einerseits Möglichkeiten für Agilität, Skalierbarkeit und Innovation, die mit lokalen oder konventionellen Systemen nie erreicht werden könnten. Es ist kein Wunder, dass fast jedes Unternehmen bereits damit begonnen hat, einen Großteil seiner Infrastruktur in die Cloud zu verlagern. Doch andererseits vereinfacht diese erweiterte Nutzung der Cloud das Leben der IT-Verantwortlichen keineswegs. Im Gegenteil: Sie führt zu einer völlig neuen Komplexität.

Laut einer Studie von Flexera, einem amerikanischen Softwareunternehmen, nutzt ein durchschnittliches Unternehmen im Jahr 2021 2,6 öffentliche und 2,7 private Clouds. Außerdem sind durchschnittlich je Unternehmen 110 verschiedene Cloud-Anwendungen – das sind 30 mehr als noch im Jahr 2020.

Die digitale Transformation verschärft das Problem der Komplexität sogar noch weiter. In einer Studie unter 400 leitenden IT-Entscheider von Aptum, einem amerikanischen Cloudservice-Anbieter, gaben 62 Prozent an, dass die Komplexität und die Fülle an Auswahlmöglichkeiten ihre Cloud-Transformation eher behindern. Noch schwieriger wird es, wenn IT-Mitarbeiter wichtige Aspekte der Cloud-Infrastruktur des Unternehmens an nicht-technische Entscheidungsträger vermitteln müssen.

Die Cloud ist ein leistungsfähiges Instrument, das viele IT-Probleme löst und enorme neue Möglichkeiten schafft. Doch sie muss wohl geplant eingesetzt werden, um ihre Komplexität zu verringern.

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme

Cloud-Architekten, IT-Manager, Managed Service Provider und IT-Berater werden gleichermaßen mit einem Hauptproblem konfrontiert: Das Wissen darüber, welche Daten und Anwendungen sich in ihren Cloud-Umgebungen befinden. Wie bereits erwähnt, sind in einem durchschnittlichen Unternehmen Dutzende oder sogar Hunderte von SaaS-Anwendungen im Einsatz. Darüber hinaus verfügt das typische Unternehmen über Hunderte oder Tausende von Cloud-basierten Infrastrukturressourcen wie Datenbanken, virtuellen Maschinen, Containern und Rechenkapazitäten.

Um ein genaues Verständnis des Cloud-Fußabdrucks Ihres Unternehmens zu erhalten, benötigen Sie eine genaue Bestandsaufnahme, die all’ Ihre Ressourcen in den verschiedenen Cloud-Regionen abfragt. Für die Erstellung dieser Abfrage kann es nötig sein, Code zu verwenden. Das Endergebnis ist in der Regel eine Tabelle, in der alle Cloud-Ressourcen aufgelistet sind, die Sie durch diesen Vorgang aufgedeckt haben.

Doch Vorsicht: Dieser Ansatz verlangt viel „Handarbeit“, ist zeitaufwändig und lässt viel Raum für menschliche Fehler. Außerdem ist er anfällig im Hinblick auf Änderungen an der Infrastruktur, da diese nicht in Echtzeit in der Tabelle erfasst und abgebildet werden. Sie müssen die Tabelle daher regelmäßig oder bei jeder größeren Änderung aktualisieren – und genau wie beim ersten Mal müssen Sie sicherstellen, dass Sie jede Art von Ressource in jeder Region und jeder Cloud erfassen.

Diese Komplexität ist der Grund, warum sich viele Unternehmen für ein automatisiertes Cloud-Kostenmanagement-Tool entscheiden. Doch solche Tabellenverzeichnisse sind in vielen Unternehmen nach wie vor weit verbreitet.

Einfache Darstellung mittels Diagramm

Tabellen sind nützlich, bringen aber Einschränkungen mit sich. Cloud-Infrastrukturmanager, die nur Tabellen oder Listen verwenden, sind wie Gebäudemanager, denen ein Bauplan fehlt und die stattdessen nur eine Liste mit allen Räumen und den darin befindlichen Dingen haben.

Genauso wie das Gebäudemanagement einfacher ist, wenn man einen Gebäudeplan hat, ist das Cloud-Management viel einfacher, wenn man ein Diagramm hat, das die Cloud-Architektur visuell darstellt. Ein solches Diagramm macht es auch einfacher, mit Personen ohne technisches Fachwissen über diese Architektur zu sprechen.

In einem Architekturdiagramm für Ihre Cloud-Infrastruktur wird jede Ressource mit einem Symbol dargestellt, das der Art der Ressource entspricht (Rechenleistung, Speicher, Datenbank, Netzwerk usw.). Unterschiedliche Symbole können für bestimmte Technologien stehen, während eine Farbcodierung Ihnen helfen kann, ähnliche Ressourcen auf einen Blick zu erkennen. Mit Hilfe von Kästchen und gepunkteten Linien können Sie zeigen, wie verschiedene Ressourcen logisch oder auf physischer Netzwerkebene gruppiert sind. Pfeile zeigen Abhängigkeiten oder den Datenfluss an.

Es gibt viele Tools für die Erstellung von Cloud-Architekturdiagrammen und genauso viele Ratschläge für die Erstellung dieser Diagramme.

Trotz all dieser Ressourcen sollten Sie sich darauf einstellen, dass Sie einige Zeit für diese Diagramme benötigen. Es kann Tage oder Wochen dauern, ein vollständiges, genaues Architekturdiagramm für eine komplexe Infrastruktur zu erstellen. Aber das Ergebnis ist Transparenz und Verlässlichkeit: Sie werden genau wissen, wo sich alles befindet und wie es miteinander verbunden ist.

Automatisierte Cloud-Diagrammerstellung

Ein einfacherer Ansatz ist die Verwendung einer Lösung, die automatisch genaue, dynamische Cloud-Diagramme erstellt. Solche Lösungen stellen (mit Ihrer Genehmigung) eine Verbindung zu Ihrem Cloud-Provider her, ziehen ein Inventar der vorhandenen Anlagen ein und erstellen dann ein Architekturdiagramm auf der Grundlage der tatsächlich gefundenen Anlagen in Echtzeit.

Wie ein CAD-Programm für Cloud-Infrastrukturen liefern Ihnen automatisierte Cloud-Diagrammlösungen eine Blaupause, die Sie innerhalb von Minuten verwenden können. So verschwenden Sie keine Zeit mit einem Zeichentool, um Ihre Liste von Assets in ein visuelles Format zu übersetzen.

Diese Lösungen sind auch deshalb flexibler, weil Sie dynamische Diagramme im Handumdrehen erstellen und sich auf eine bestimmte Teilmenge der Infrastruktur konzentrieren können, z. B. eine Region, einen Ressourcentyp oder alle Ressourcen eines bestimmten Teams. Mit einer automatisierten Lösung können Sie eine praktisch unendliche Anzahl detaillierter Diagramme aus derselben Liste erstellen – je nachdem, was Sie gerade benötigen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Diagramme in Echtzeit aktualisiert werden können. Wenn sich die Liste der von Ihnen genutzten Ressourcen ändert, ändern sich auch die Diagramme, sodass Sie zu jeder Zeit den aktuellen Stand Ihrer Cloud-Umgebung im Blick haben. Dies ist für moderne, sich schnell wandelnde Unternehmen von entscheidender Bedeutung, um den Überblick über Abhängigkeiten zu behalten und potenzielle Kosten für Ausfallzeiten zu reduzieren.

Solche Diagramme sind auch unverzichtbar, wenn es darum geht, Beteiligte ohne IT-Kenntnisse über Abhängigkeiten und potenzielle Problembereiche innerhalb Ihrer Infrastruktur zu informieren.


Roderick de Greef,

Autor: Roderick de Greef, Vice President of Sales EMEA, Lucid Software 
Roderick de Greef steigert seit fast 20 Jahren kontinuierlich den Umsatz und die Rentabilität einer Vielzahl von Unternehmen. Seine Spezialität ist die Expansion in neue Märkte und der schnelle Aufbau von Vertriebskanälen mit innovativen Techniken. Derzeit leitet Roderick de Greef als erste Führungskraft den Vertrieb und das operative Geschäft in der EMEA-Zentrale von Lucid in Amsterdam. 

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