Per App zum Produkt

Eine neue Fassadendämmung für einen Altbau, ein Akustiksystem für mehr Ruhe in den eigenen vier Wänden, funktionale Beschichtungen für Fassade und Innenraum – der Baustoffhersteller Sto bietet  seit seiner Gründung im Jahr 1955 etwa 1800 verschiedene Produkte an. Neben Farben, Putzen, Lacken und Beschichtungssystemen sowie Wärmedämm-Verbund¬systemen, sind Betoninstandsetzung, Bodenbeschichtungen, Akustik- und vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme weitere Schwerpunkte  des Spezialisten aus Stühlingen im Südschwarzwald. 

Sein Angebot  präsentierte das Unternehmen bis vor kurzem in einem rund 1000-seitigen Katalog. Regelmäßig neu aufgelegt diente er sowohl den Kunden als auch den Außendienstmitarbeitern von Sto als Grundlage für die Produktauswahl sowie für Beratungs- und Verkaufsgespräche. Auch aktuelle technische Merk- und Sicherheitsdatenblätter, die Sto als Anbieter chemischer Stoffe und Produkte an seine Kunden übermitteln muss, versendete der Hersteller bisher per Post oder stellte sie den Kunden online zum Download bereit. Der Außendienst des Unternehmens arbeitete ebenfalls weitgehend analog: Karteikarten, Excel-Listen oder Loseblattsammlungen begleiteten die Mitarbeiter zu Kundenterminen. Auftragsdetails gaben sie im Anschluss an die Verkaufsgespräche telefonisch an die Zentrale weiter – ein zeitaufwändiger und oft auch fehleranfälliger Ablauf. 

Digitale Produktpräsentation
Alternativen zu den analogen Unterlagen und Prozessen schaffen, war daher das Ziel von Sto. Denn: Der Digitalisierungsdruck in der Baubranche wächst . „Auch im traditionellen Handwerk merken wir eine deutliche Bewegung Richtung Digitalisierung“, sagt Andreas Rebetzky, Vice President IT & Organisation bei Sto. „Wir wollten den Kunden unseren Katalog daher auch in digitaler Form anbieten, um die Suche nach den passenden Produkten und die Auswahl der richtigen Farbe zu erleichtern.“ Das Ergebnis: Sto fasst mittlerweile seine rund 1.800 Produkte sowie die 1.100 Farbtöne des Sortiments in einer App zusammen. 

Der gemeinsam mit der Telekom entwickelte digitale Katalog präsentiert das Angebot nutzerfreundlich anhand von Bildern, Beschreibungen und Piktogrammen. Dank regelmäßiger Updates sind auch Sicherheitsdatenblätter sowie technische Merkblätter immer auf dem neuesten Stand. „Die iOS-App kommt super an und wurde von Architekten, Fachhandwerkern und Bauträgern bereits mehr als 17.000 Mal heruntergeladen, sagt Rebetzky.

Effizienz und Qualität im Außendienst gesteigert
Auch die Außendienstmitarbeiter von Sto arbeiten mit einer neuen Applikation. Über die Sto SMC-App greifen sie von unterwegs auf das Kundenmanagementsystem zu und haben damit in Sekundenschnelle alle  nötigen Informationen für ihre Beratungsgespräche parat. So können sie die Termine effizienter  als früher vorbereiten, sie erkennen, welcher Kunde auf der Suche nach neuen Produkten ist und können sogar Referenzen aus anderen Projekten heranziehen.

Hat der Kunde ein Produkt ausgewählt, gibt der Außendienstmitarbeiter diese Information gleich in das System ein und versendet den Auftrag von unterwegs. Anrufe in der Zentrale entfallen und die Fehlerquote bei den Bestellungen – etwa durch falsch verstandene Angaben am Telefon – sinkt deutlich.  „Als IT-Profi bekommt man selten Lob“, sagt Rebetzky. „Aber hier haben uns unsere Kollegen quasi Standing Ovations gegeben, weil die Suche derart schnell funktioniert.“

Rund 800 Mitarbeiter – und damit 70 Prozent aller Außendienstmitarbeiter – nutzen die Anwendung inzwischen – und profitieren sogar in abgelegenen Gegenden mit geringer Netzabdeckung. Denn die App ist auch offline verfügbar und synchronisiert sich automatisch, sobald der Empfang besser ist. Ausführliche Tests von Sto haben außerdem gezeigt: Dank der neuen digitalen Anwendungen steigerte das Unternehmen nachweislich die Qualität der Kundenbesuche sowie den Umsatz. 

 Bildquelle: Sto SE und Co. KGaA